Liebe Kammermusikfreunde!

 

Ich möchte Sie im Namen der KammerMusik-für-Köln-Musiker zu unserer fünften (und damit ersten Jubiläums-) Spielzeit herzlich willkommen heißen! Dieses Jahr werden wir wie gewohnt noch weiter und tiefer in die Welt der Kammermusik tauchen und dabei mit Ihnen zusammen viele Highlights und Raritäten dieser hinreißenden Kunstform entdecken! Wir Musiker haben gemeinsam ein Programm entwickelt, welches eine harmonische Balance bietet zwischen jubiläumswürdigen „Kammermusik - Aushängeschildern“ wie dem Mendelssohn-Oktett, Tschaikowskis „Souvenir de Florence“ oder dem Schubert-Oktett auf der einen Seite und andererseits Stücken, die uns bisher selbst unbekannt waren, uns aber spontan sehr begeistert haben, wie z.B. das Klavierquartett von Lekeu oder das Klavierquintett von Koechlin. Charles Koechlin sowie Henri Dutilleux ehren wir diese Saison anlässlich ihres hundertsten Geburtstags. Henri Dutilleux werden wir mit „Les Citations“ beim Eröffnungskonzert feiern, einem Werk, das aufgrund der vielen besetzten Schlagwerkinstrumente viel zu selten aufgeführt wird. Haben Sie gewusst, dass der aus Siegen stammende Komponist Humperdinck, der für seine Oper „Hänsel und Gretel“ weltweit bekannt ist, auch ein Klavierquintett geschrieben hat? Dies führen wir u.a. neben einem tief beeindruckenden Trio des Kölner Komponisten Bernd Alois Zimmermann auf. All diese Werke, die teilweise die Musikgeschichte geprägt haben, wurden natürlich irgendwann einmal uraufgeführt. Die Stücke waren oftmals Auftragswerke und es ist dem Team von KammerMusik für Köln eine riesige Freude, dass die Stadt Köln uns dabei unterstützt hat, ein neues Werk ins Leben zu rufen. Die mehrfache Preisträgerin und hochinteressante, in Köln beheimatete Komponistin Georgia Koumará schreibt ein neues Werk, das wir (im Sancta Clara-Keller) im Januar uraufführen werden. Seien auch Sie dabei und erleben Sie neue Klänge der Kammermusik! Auch in diesem Jahr werden viele besondere Musiker bei uns debütieren, die wir Ihnen unbedingt vorstellen wollten! Es spielen das erste Mal Slava Chestiglazov, Konzertmeister des WDR Sinfonieorchesters, Peter Rainer, Konzertmeister der Kammerakademie Potsdam, sowie Julian Shevlin, der Bruder unseres Cellisten Oren, der Konzertmeister der Münchner Philharmoniker ist. Die Pianisten Paul Rivinius, Professor für Kammermusik an der Hochschule „Hanns Eisler“ in Berlin, und Gesa Lücker, Professorin an der HMT Köln, werden am Klavier diese Saison zusätzlich zu Nicholas Rimmer zu hören sein. Auch der Soloschlagzeuger des WDRSO Johannes Wippermann, sowie der ehemalige Soloharfenist des WDRSO Andreas Mildner, der jetzt zum Professor in Würzburg berufen wurde, werden ihr Debüt bei uns feiern. Dieses Jahr heißen wir auch zwei Gastensembles willkommen. Das Signum Quartett mit seinem neuen Primarius Florian Donderer wird zusammen mit Mitgliedern der Kölner Kammersolisten auftreten, außerdem das Consortium Rhenus, mit dem ich selbst als Jazzpianist zusammen mit Philipp Stubenrauch (Solobassist des BR Sinfonieorchesters) zu hören sein werde, mit einer Fassung von Bachs Goldberg-Variationen, die Sie so sicherlich noch nie gehört haben! Auch sind wir sehr froh, dass Tianwa Yang, nach ihrem atemberaubenden Debüt mit Bartóks Contrasts bei uns im letzten Jahr, in dieser Saison gleich zweimal zu hören sein wird und dass unser Gründungsmitglied José Maria Blumenschein, der im September seine neue Position als Konzertmeister der Wiener Philharmoniker antritt, heimkehrt, um uns zusammen mit den anderen Musikern u.a im Schubert-Oktett zu begeistern.

Viele von Ihnen haben diese besondere Kammermusikserie von Anfang an unterstützt. Am Ende dieser Spielzeit werden wir rund 50 Konzerte im Rahmen von KfK gespielt haben. Rund 80 Musiker werden wir vorgestellt haben mit 118 Werken von insgesamt 68 Komponisten. Und dennoch haben wir erst einen Bruchteil des Kammermusikrepertoires zusammen erlebt! Wenn wir uns an die abenteuerlichen Anfänge vor fünf Jahren erinnern, das unentgeltliche Auftreten der Musiker, das eigenhändige Verteilen von Flyern, Kuchenbacken für die Pausen und Arbeiten an Kasse und Bühne, ist es umso schöner und faszinierender zu sehen, wie sich die Reihe entwickelt hat. KfK ist mittlerweile zum Kölner Kulturschatz geworden und ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen zu sehen, was uns die nächsten fünf Jahre bringen werden!

Wir bedanken uns bei Geschäftsführerin Patricia Schlegel, den Vorständen Peter Tonger und Hans Schuster und den Mitgliedern für ihre Mühe und Unterstützung, die Vision der Musiker zu verwirklichen. Wir danken unserem Kulturpartner Sal. Oppenheim und den großzügigen Sponsoren, die uns so viele Freiheiten ermöglichen, die Ein•klangreihe so zu gestalten, wie wir es für richtig halten. Und last but not least bedanken wir uns bei Ihnen, unserem Publikum. Ohne Ihre Energien, Vertrauen und Offenheit gäbe es KammerMusik für Köln nicht.

Vielen Dank, viel Freude und Gratulation zu fünf Jahren KammerMusik für Köln!

 

Ihr
Tom Owen
2. Vorsitzender und Gründungsmitglied