Ein•klang

Sonntag 08.01.2017 18:00 - Köln
Einführung 17:30 mit Peter Tonger

Altes im neuen Gewand

 

Johann Strauss Die Fledermaus Ouverture für Klarinette, Horn, Fagott & Streicher. Bearb. Brett Dean
Georgia Koumará Auftragswerk für 8 Musiker, gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln in Kooperation mit der KammerMusik für Köln
Franz Schubert Oktett für Klarinette, Horn, Fagott & Streicher, D 803

 

 

José Maria Blumenschein Violine
Juta Õunapuu-Mocanita Violine
Matthias Buchholz Viola
Oren Shevlin Violoncello
Stanislau Anishchanka Kontrabass
Blaž Šparovec Klarinette
Pieter Nuytten Fagott
Egon Hellrung Horn

 

Das Oktett von Franz Schubert ist ein absolutes Meisterwerk; aber es gibt kaum Werke, die man ihm in der gleichen Besetzung an die Seite stellen kann. Wir bieten in diesem Konzert eine entsprechende Bearbeitung der Fledermaus-Ouvertüre von Johann Strauß und ein für dieses Konzert ganz neu komponiertes Werk von Georgia Koumará.

Eine besondere Stellung in der Operette Die Fledermaus nimmt die Ouvertüre ein, die durch Form und Einfallsreichtum zu den größten Schöpfungen von Johann Strauß zählt. Sie fasst die zahlreichen musikalischen Höhepunkte des gesamten Werkes zusammen und ist mit ihrer abwechslungsreichen Dynamik auch für Spitzenorchester immer wieder eine Herausforderung, natürlich erst recht für ein Kammerensemble.

Georgia Koumará ist eine noch recht junge griechische Komponistin aus Thessaloniki, die schon einiges Aufsehen mit ihren experimentellen Kompositionen auf präparierten Instrumenten erregt hat. Ihr neues Stück wird in Kooperation mit der Kammermusik für Köln durch das Kulturamt der Stadt Köln gefördert.

Um das Jahr 1817 hatte sich Schubert intensiv mit dem Werk Beethovens auseinandergesetzt, das ihm übermächtig erschien, sodass er in eine tiefe Schaffenskrise geriet. Die Sinfonie in h-Moll blieb dadurch unvollendet. 1824 schien die Krise überwunden, und Schubert arbeitete an mehreren Kammermusikwerken. Da kam ihm der Auftrag eines Oktetts für Ferdinand Graf Troyer gerade recht. Es entstand noch im selben Jahr, und Schubert schrieb dazu an einen Freund: „Überhaupt will ich mir auf diese Art den Weg zur großen Sinfonie bahnen“.

Text Peter Tonger